Mit dem kommenden Frühling ist es entscheidend, den allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker zu beurteilen und geeignete Maßnahmen angesichts der aktuellen Situation hierzulande und europaweit umzusetzen. Kleiner Beutenkäfer (Aethina tumida - Tumidose) Zu den weltweit wichtigsten Bedrohungen zählt die Tumidose, verursacht durch den kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida).
Vor einigen Tagen erhielt ich Besuch von meinem langjährigen Imkerfreund Ing. Čestmír Brožek. Er brachte mir die aktuelle März-Ausgabe des Fachmagazins „Včelařství“ (Imkerei) mit und zeigte aufgeregt auf einen Artikel mit dem Titel „Von Ursachen zu Frühlingsfolgen“, geschrieben von Jan Šmíd. Zu meiner großen Überraschung bemerkte ich im Text einen direkten Hinweis auf einen Brief, dessen Erhalt ich bereits am 9. April 2019 eigenhändig bestätigt hatte. Schon damals beschäftigte uns das zentrale Thema der Bienenverluste und die richtige Pflege der Völker.
Die Varroose, verursacht durch die gefährliche Milbe Varroa Destructor, stellt weltweit eine der größten Bedrohungen für Imker und ihre Bienenvölker dar. Der Parasit führt nicht nur zur erheblichen Schwächung der Bienenvölker, sondern verbreitet auch zahlreiche weitere tödliche Erkrankungen. Ist es überhaupt möglich, diesen Parasiten dauerhaft aus dem Bienenstock zu beseitigen? Welche Maßnahmen sind zur erfolgreichen Bekämpfung der Varroamilbe optimal geeignet?
Die Vorstellung von Bienenvölkern, die mit der Anwesenheit der Varroamilbe (Varroa destructor) leben können - also Varroatoleranz zeigen - oder sogar dagegen immun sind und das Wachstum und die Ausbreitung des Parasiten weitgehend verhindern könnten - also Varroaresistenz aufweisen - ist der Traum vieler Imker. In einem solchen Szenario wäre keine regelmäßige Milbenkontrolle, keine chemische Behandlung und keine besonderen technologischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Milbe nötig.
Im folgenden Beitrag möchte ich an den vorherigen Artikel über die Varroa-Behandlung anknüpfen. Im letzten Beitrag habe ich festgestellt, dass vorgeschriebene Behandlungen sehr wirksam sind, unter der Voraussetzung, dass sie zum geeigneten Zeitpunkt und fachgerecht durchgeführt werden. Dennoch sehen zahlreiche Imker immer noch die Tschechische Staatliche Veterinärverwaltung (SVS) als wenig aktiv und wenig an Bienen interessiert an. Sind Bienen für die Veterinärverwaltung nur lästiges Ungeziefer? Als Nebenerwerbs- und Wochenend-Imker, der sich um 30 Bienenvölker kümmert, welche 500 bis 625 km entfernt von seinem Wohnsitz stehen, möchte ich mit Ihnen meine Sichtweise teilen.


























































































































































