Die Honigbiene hat im Verlauf von Millionen Jahren ihren natürlichen Lebensraum in Baumhöhlen gefunden, die meist eine zylindrische Form haben und vertikal ausgerichtet sind. In solchen Hohlräumen bauen Bienenvölker ihre Nester, wie es anschaulich in unserem Schema der Bienennest-Besiedlung dargestellt ist. Das Schema zeigt, dass starke Völker, deren Brutnester kugelförmig angelegt sind, größere Höhlendurchmesser bevorzugen. Übertragen wir diese natürlichen Strukturen in ein geometrisches Modell...
Wenn man diese Naturgegebenheiten in ein geometrisches Konzept überträgt, ergibt sich für Imker als ideale Bauform ein höheres, vierseitiges Prisma mit quadratischer Grundfläche.
Beim Einsatz von Magazinbeuten wird der Raum in Aufsätze unterteilt, deren Höhe je nach Betriebsweise gewählt wird; die Breite der Rähmchen entspricht dabei der natürlichen Höhlenbreite. Wichtig ist, den Abstand zwischen den Magazinaufsätzen optimal zu bemessen, damit die zusammenhängende Wabenstruktur im Volk erhalten bleibt. Bei sogenannten Hinterbehandlungsbeuten finden Bienen hauptsächlich besondere Anwendungen, da Bienen ihren Honig natürlich über dem Brutnest anlegen.
Konstruktion der Rähmchen
In größeren Imkereien ist eine einheitliche und gleichzeitig stabile Rähmchenkonstruktion entscheidend, um eine maschinelle Entdeckelung zu ermöglichen. Die Rähmchen müssen starken mechanischen Belastungen standhalten. Wer plant, Entdeckelungsmaschinen einzusetzen, sollte sich zunächst mit deren Funktion vertraut machen und seine Rähmchenkonstruktion entsprechend anpassen. Unterschiedliche Rähmchentypen können bei einer Vergrößerung des Bienenstands Schwierigkeiten verursachen. Deshalb empfiehlt es sich, gleich zu Beginn ein einheitliches Rähmchensystem zu wählen, das zur gesamten Imkerei passt.
Wichtige Eigenschaften der Rähmchen sind die Gewährleistung des richtigen Abstandes zwischen den Waben, den sogenannten Beespace. Dieser kann durch Abstandshalter oder durch Hoffmann-Rähmchen mit verbreiterten Seitenleisten erzielt werden. Im Brutraum ist ein Standardabstand von 35 mm üblich, bei besonders starken Völkern können es 37–38 mm sein. Im Honigraum liegt der Abstand meist etwas darüber. Das Einlöten der Mittelwand in den Draht stellt eine besonders langlebige, stabile Variante der Befestigung dar.
Rähmchen mit ihren Waben werden in den Magazinaufsatz eingesetzt. Solche Magazinbeuten bestehen aus einem abnehmbaren Boden, beliebig vielen Aufsätzen und einem Deckel. Fütterungseinrichtungen können entweder in den Aufsatz oder den Deckel integriert werden, großvolumige Futterbehälter direkt am Flugloch sind aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen.
Die Beute sollte die Form eines Prismas ohne größere Vorsprünge aufweisen. Dies erleichtert die praktische Handhabung sowie die Nutzung technischer Hilfsmittel, etwa beim Wandern und Verstellen der Bienenvölker.
Die Bedeutung des abnehmbaren Bodens bei Magazinbeuten
Ein zentrales Element ist der abnehmbare Boden der Magazinbeute. Seine Ausführung richtet sich nach den praktischen Anforderungen der jeweiligen Betriebsweise. Wichtig ist vor allem eine ausreichende Höhe des Bodenschlitzes. Für das Einschieben von Varroa-Kontrollplatten sind mindestens 3 cm erforderlich. Bei Wanderungen und Transporten längerer Distanzen sollte die Bodenspalte 8 bis 10 cm betragen, damit die Bienen in unruhigen Phasen, z.B. beim Laden und Entladen, genügend Schutzraum finden. Um unerwünschten Wabenbau zu vermeiden, kommen Sperrleisten zum Einsatz.
Die Bodenplatte kann zur besseren Belüftung mit bienendichtem Gitter versehen werden. Reicht die Belüftung über den gesamten Boden, spricht man von einem Gitterboden. Solche Belüftungseinrichtungen müssen während imkerlichen Behandlungen (wie bei der Verwendung von Ameisensäure, Rauch oder Aerosol) dicht verschließbar sein, um die optimale Wirksamkeit zu sichern.
Bei Arbeiten mit Honigwaben, die präzises und zeitlich abgestimmtes Vorgehen verlangen, kommen verschiedene Werkzeuge – vom Abkehrbesen bis zu Bienenfluchten – zur Anwendung. Beim Einsatz von Repellentien ist jedoch Vorsicht geboten: Studien zeigen, dass die Hauptwirkstoffe die Lebensdauer der Bienen verkürzen können, weshalb ihr Gebrauch sorgfältig abgewogen werden sollte.
Nahezu jeder Imker steht vor ähnlichen Herausforderungen. Viele greifen zu kreativen Lösungen, die die Arbeit erleichtern. Warum also nicht den eigenen Erfindergeist auf Imkertreffen oder Fachausstellungen vergleichen? Zum Beispiel auf der Internationalen Fachmesse für Erfinder und Tüftler. Auch ohne eigenen Stand bekommt man dort viele wertvolle Anregungen und Informationen.
Fachzeitschrift für Imkerei, nach: Dr. Ing. František Kamler


























































































































































