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Seit ich mit der Imkerei begonnen habe, habe ich mehrere Beutentypen ausprobiert. Letztlich habe ich mich besonders für das Dadant-Beutensystem entschieden, bei dem hohe und flache Zargen kombiniert werden. Die Verwendung zweier unterschiedlicher Rähmchenmaße in einem einzigen Bienenstock betrachte ich nicht als Nachteil, sondern ganz im Gegenteil als Vorteil, auch wenn dies von manchen kritisiert wird.

Begonnen habe ich mit dem "Moravský univerzál" (eine übliche tschechische Normalmaß-Beute). Wie bei den meisten Imkern in der Region waren meine ersten Bienenvölker auf dem Rähmchenmaß Normalmaß gewesen. Dieses Maß (in Tschechien 39 x 24 cm) ist hier am weitesten verbreitet und hat mir wertvolle Anfangerfahrungen ermöglicht, unterstützt durch die Hilfe meines erfahrenen Imkerfreundes. Die genaue, durchdachte Ordnung der Bienenvölker hat mich vom ersten Moment an fasziniert. Aus dieser Faszination wurde ein intensives Interesse an der Imkereiliteratur, das mich letztlich sogar zur Imkerschule in Nasavrky führte. Dort hatte ich das Glück, von kompetenten Lehrern und in toller Gemeinschaft zu lernen – viele meiner damaligen Kommilitonen zählen heute zu anerkannten Experten im Bereich der Imkerei.

Von Normalmaß zu „Třeboň-Maß“ (39 x 27,5 cm)
Nach einiger Zeit wurden mir die Schwächen der Normalmaß-Beute deutlich: Geringer Platz für starke Bienenvölker, relativ kleine Brut- und Honigräume, niedriger Bodenbereich, weite Zwischenräume zwischen Zargen und dicke, schwere Wände. So entschied ich mich, auf größere Rähmchen (39 x 27,5 cm - Třeboň Maß) umzusteigen. Trotz größerer Fläche war die Brutzarge immer noch zu klein für starke Völker. Daher entschied ich mich, den Raum mit einer zusätzlichen Halbzarge (39 x 14 cm) zu vergrößern.

Diese Kombination bewährte sich großartig. Die Völker hatten deutlich mehr Platz zum Brüten, und ich konnte gezielt Baurahmen für Drohnenbau unterbringen. Sofort sank durch den geräumigeren Brutraum und die gezielte Haltung von Drohnen meine Schwarmrate drastisch, was sich wiederum positiv auf die Honigernte auswirkte.

Insbesondere in sehr guten Trachtjahren merkte ich, dass mein Honigraum oft nahezu voll war, obwohl die Tracht anhielt. Deshalb begann ich regelmäßig, bei starkem Trachtfluss eine zusätzliche Halbzarge unterzusetzen. Manchmal wurde diese Zarge nur teilweise, aber häufig vollständig gefüllt. Der ergänzende Raum brachte mir neben höheren Honigernten auch die Möglichkeit, ganz gezielt reifen Honig zu ernten.

So entwickelte sich meine ursprüngliche, rein hohe Beutenweise zu einem kombinierten Ansatz (hohe Brut- und flache Honigräume). Die anfangs angezweifelte Kombination unterschiedlicher Rähmchenhöhen erwies sich für mich als überaus vorteilhaft.

Aus hoher und niedriger Zarge entstand Dadant
Mit zunehmendem Alter fiel mir das schwere Heben der großen Honigräume immer schwerer. Von erfahrenen Kollegen inspiriert wechselte ich schließlich konsequent zur Dadant-Betriebsweise, die mir eine deutlich einfachere Arbeitsweise ermöglichte. Besonders wertvoll wurden mir hierbei die Informationsmaterialien meines Imker-Kollegen František Kamler (Anleitungen in Broschüre und DVD), welche mich weiterbrachten.

Beim Dadant-System verbleibt der hohe Brutraum stets am Standort und bietet optimale Bedingungen für die Königin, da sie hier bevorzugt ein kompaktes, kreisförmiges Brutnest anlegen kann. Oberhalb dieser hohen Brutraumzarge werden dann flache Honigzargen aufgesetzt, wodurch der Raum oben behutsam erweitert wird, ohne das Brutnest auszukühlen. Bei Bedarf kann hier auf ein Absperrgitter verzichtet werden, da sich die Königin von Natur aus eher im hohen Brutraum aufhält.

Als Nachteil werden manchmal Schwierigkeiten der Wabenrotation in der hohen Zarge genannt. Mit meinen rechteckigen, zwölfrahmigen Dadant-Zargen sehe ich dabei jedoch keinerlei Schwierigkeiten, im Gegenteil.

Der jährliche Betriebsverlauf nach der Dadant-Methode:
Ich überwintere in einer hohen und gegebenenfalls ein bis zwei flachen Zargen. Zum Saisonstart im März wähle ich häufig eine Komprimierung des Brutraums hinter einer Isolier-Trennwand („Komor-Methode“), die die Entwicklung optimal fördert. Mit der früh einsetzenden Obstbaumtracht erweitere ich gezielt das Brutnest mit Baurahmen und Mittelwänden und füge oben Honigräume hinzu, unten darunter setze ich nochmals eine niedere Brutraumzarge.

Ende April, wenn aber bei vielen Bienenständlern erst die erste Honigraumzarge aufgesetzt wird, ist mein erster Honigraum schon oft voll. Je nach Volksstärke kommen nun schrittweise zusätzliche Honigräume hinzu.

Volkserneuerung durch Ablegerbildung:
Im Mai bilde ich Ableger aus flachen Waben, im Juni bilden größere Völker auf hohen Rähmchen wieder eigene Ableger. Bis zum Herbst entwickeln sich daraus neue kräftige Völker zur Überwinterung im kommenden Jahr.

Zusammenfassend bin ich überzeugt: Das Dadant-System eignet sich optimal aufgrund seines großzügigen Raumangebotes, besonders bei rechteckigen Zargen auf 12 bis 14 Rähmchen. Minimaler Arbeitsaufwand, planmäßige Führung der Bienenvölker sowie eine enorme Zeiteinsparung sind deutliche Vorteile und ermöglichen mir, mit dem gleichen Zeitaufwand deutlich mehr Völker optimal zu betreuen.

Übersetzt und bearbeitet nach einem Artikel von Jiří Sláma im Magazin Včelařství.

 

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