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Jakubowsky-Fütterer in Eigenbau

Auch wenn die Bienenvölker zu dieser Jahreszeit meist bereits eingefüttert sind, hier ein bewährter Praxistipp zur Fütterung: eine einfache Variante des Jakubowsky-Fütterers aus leicht verfügbaren Restmaterialien. Viele Komponenten lassen sich in der eigenen Werkstatt finden, und der Bau ist mit wenig Zeitaufwand umsetzbar. Dank der Beschreibung und der begleitenden Fotos ist der Aufbau gut verständlich.

Benötigtes Material

Die Grundlage bildet ein Kunststoffeimer, zum Beispiel ein Farbeimer. Diese sind in verschiedenen Größen erhältlich; bewährt hat sich ein Volumen von etwa 5 Litern. Zusätzlich werden benötigt:

  • ein Stück Wasserrohr mit ca. 4–5 cm Durchmesser (als zentraler Aufstieg für die Bienen),
  • ein kürzeres Rohr oder ein Schlauch mit ca. 2–3 cm Durchmesser (als Einfüllöffnung für die Zuckerlösung),
  • ein Reststück Plexiglas (zur Sichtkontrolle des Futterstandes).

Anpassung des Deckels und Futterstandskontrolle

Aus dem Deckel des Eimers wird der mittlere Teil herausgeschnitten, sodass nur der Rand stehen bleibt. Darauf wird das Plexiglas aufgeklebt. So lässt sich während der Fütterung der Stand der Zuckerlösung kontrollieren, ohne den Fütterer unnötig zu öffnen.

In das Plexiglas bzw. in den vorbereiteten Deckel wird anschließend eine Öffnung für das Einfüllrohr gebohrt oder ausgeschnitten. Das Rohr sollte passgenau eingesetzt werden, damit es fest sitzt und keine Zuckerlösung austreten kann.

Einfüllrohr und Sicherung gegen Durchkriechen

Am unteren Ende des Einfüllrohres habe ich ein Stück Nylongewebe befestigt. Dadurch wird verhindert, dass die Bienen nach der Futterabnahme durch die Einfüllöffnung nach oben gelangen. Der obere Teil des Rohres kann für ein bequemeres Einfüllen mit einer Heißluftpistole leicht geformt werden, zwingend erforderlich ist das jedoch nicht – ein gewöhnlicher Trichter erfüllt denselben Zweck.

Zentraler Aufstieg im Fütterer

In die Mitte des Eimers wird eine Öffnung für das breitere Rohr gebohrt oder ausgeschnitten. Dieses dient den Bienen als zentraler Zugang zur Zuckerlösung. Damit die Bienen besseren Halt finden, kann die Oberfläche des Rohres innen und außen angeraut werden (zum Beispiel mit einer Raspel).

Beim Einkleben empfiehlt es sich, das Rohr beidseitig zu verstärken. Hierfür habe ich ebenfalls Plexiglasreste verwendet, ähnlich wie beim Deckel. Zum Verkleben eignet sich ein Klebstoff für Kunststoffe. Die gesamte Ausführung ist auf der beigefügten Fotodokumentation ersichtlich.

aus der Zeitschrift „Včelařství“, Ing. Kamil Kaulich