Hilft die Inhalation von Bienenstock-Aerosol bei der Heilung?
In der heutigen Zeit ist der Mensch zunehmend enormen Stresssituationen ausgesetzt, was zu Erschöpfung und einer geringeren Widerstandskraft gegen Krankheiten führt. Immer öfter suchen wir Hilfe bei der Natur, die verlässlich an unserer Seite steht. Zu den immer beliebter werdenden natürlichen Heilverfahren gehört die Apitherapie, bei der uns die Bienen und ihre wertvollen Produkte helfen, körperlich und geistig zu regenerieren. Traditionell bekannte Heilprodukte der Bienen sind Honig, Propolis, Gelée Royal, Pollen, Bienenwachs und Bienengift. Die Anwendung dieser Produkte ist äußerst vielseitig. Sie können vorbeugend wirken, stimulieren das Immunsystem und unterstützen allgemein die Gesundheit. Hinzu kommt nun auch das Potenzial der Aerosol-Inhalation direkt aus dem Bienenstock, das zunehmend erforscht und genutzt wird.
Die Inhalation als Heilverfahren entwickelt sich aktuell besonders dynamisch und greift oft auf Naturprodukte zurück. Insbesondere bei Erkrankungen der oberen Atemwege zeigt diese Methode sehr gute Ergebnisse. Werden zusätzlich Bienenprodukte genutzt, verstärkt sich der heilende Effekt um ein Vielfaches. Dabei kann die Aerosoltherapie auch bei anderen Beschwerden erfolgreich eingesetzt werden. Vor den Bienenzüchtern und Imkern eröffnet sich dadurch eine große Möglichkeit, sich intensiver mit der Apitherapie zu befassen.
Ich selbst bin mit einer kurzen Pause seit über 20 Jahren als Imker tätig. Im Internet habe ich recherchiert, was der aktuelle Markt bietet. Dabei entdeckte ich mehrere Geräte und Anbieter für Inhalationssysteme. In Bezug auf Wissen, technische Entwicklung und therapeutische Nutzung sind diese im Ausland jedoch deutlich weiter fortgeschritten als wir. Nach eingehender Prüfung habe ich mich dafür entschieden, ein professionelles und hochwertig verarbeitetes Inhalationsgerät bei einem Anbieter in Slowenien zu erwerben. Das Gerät habe ich ausführlich getestet und ich kann bestätigen, dass es den derzeit höchsten technologischen, hygienischen und veterinärmedizinischen Anforderungen entspricht. Meine hiermit gewonnenen Erfahrungen möchte ich gerne mit der Imkeröffentlichkeit teilen.
Ich entschied mich speziell für diese slowenische Firma, weil sie einen vollständigen Therapieansatz zur Inhalation bietet. Die technische Verbindung zum Bienenstock kann dabei auf drei Arten erfolgen. Zudem produziert das Unternehmen eigene Inhalationskonzentrate, welche die therapeutische Wirkung durch Kombination von Bienenprodukten und Heilkräutern weiter steigern. Das Gerät habe ich an mir selbst ausprobiert und meine Halsschmerzen waren innerhalb von 4 Tagen verschwunden. Hauptantrieb, ein solches System zu suchen, waren jedoch gesundheitliche Beschwerden meiner zwei Enkel, die unter Erkrankungen der oberen Atemwege sowie unter Allergien leiden. Ihre Allergien möchten wir begleitend mit einem Arzt behandeln. Als Imker entschloss ich mich, meinen Enkeln und auch anderen betroffenen Menschen zu helfen und meine Erfahrungen zu teilen. Aus diesem Grund bin ich der neu gegründeten Organisation ČAPIS beigetreten, in der Hoffnung, in naher Zukunft komplexe Lösungen im Bereich der Apitherapie auch in unserem Land anbieten zu können.
Was für Geräte gibt es auf dem Markt?
Die von mir gewählte slowenische Firma stellt zunächst das einfachste Gerät her, bei dem der Nutzer direkt die Dämpfe des aus dem Bienenstock kommenden Aerosols inhaliert. Diese Verbindung zum Bienenstock erfolgt über einen speziellen Adapter mit einem Ventil, der verhindert, dass Luft und Unruhe zurück in den Bienenstock gelangen. Auch die Atemmaske ist mit einem Rückschlagventil ausgestattet. Der Nutzer kann entweder über die Maske oder über ein Mundstück inhalieren.
Das zweite System verfügt über einen Ventilator, welcher direkt am Bienenstock installiert wird und mit Druck das Aerosol in die Atemmaske oder das Mundstück befördert. Die Intensität kann komfortabel reguliert werden. Das Gerät wird entweder über einen Adapter (220V/12V) oder auch über Batterien betrieben.
Das dritte Gerät beruht auf einem modifizierten Kompressor-Inhalator. Dieser saugt den Aerosol aus dem Bienenstock mittels Schläuchen an und liefert ihn unter Druck an den Anwender. Hierbei kann man im Gerät zusätzlich individuell vorbereitete Bienenprodukte oder Mischungen aus Bienenprodukten und pflanzlichen Heiltinkturen ergänzen. Dieses System enthält Mundstück oder Atemmasken sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Für Allergiker können auf Anfrage spezielle Filter eingebaut werden.
Ein bedeutender Vorteil dieser letzten Methode ist, dass dieses System auch unabhängig von einem Bienenstock betrieben werden kann, indem reine Inhalationsmischungen eingefüllt und verwendet werden.
All diese Systeme bieten zahlreiche Variationsmöglichkeiten – sei es im Bienenhaus, im Freien oder zu Hause. Dabei darf aber niemals vergessen werden, dass wir mit Bienen, kleinen Lebewesen, arbeiten, denen wir den nötigen Schutz und Respekt schulden. Wenn Bienenvölker für die Aerosol-Inhalation verwendet oder umgesetzt werden, ist unbedingt auf die veterinären und hygienischen Vorschriften zu achten.
Inhalation als Dienstleistung
In verschiedenen Publikationen findet man Hinweise, dass das Klima im Bienenstock eventuell ungeeignet für eine Inhalation sein könnte; in Thüringen (Deutschland) ist die Aerosolinhalation inzwischen sogar verboten. Hier wäre es sinnvoll, den Forschungsinstituten, wie zum Beispiel dem Forschungsinstitut für Bienenwirtschaft in Dol, zu empfehlen, diese Sachverhalte wissenschaftlich zu untersuchen und mögliche Missverständnisse richtigzustellen. Meiner Überzeugung nach gehört das Bienenstockklima zu den sterilsten überhaupt, was sicherlich jeder Imker bestätigen wird, der weiß, welchen enormen Wert Bienen auf Sauberkeit und Hygiene legen.
Zur rechtlichen Klarstellung besteht weiterer Klärungsbedarf, ob Mischungen von Bienenprodukten und Kräuterextrakten als Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel zugelassen werden sollen. Bei einer Definition als Arzneimittel wären klinische Studien obligatorisch. Doch wer übernimmt deren Finanzierung? Ebenfalls offen bleibt die Rolle der Imker im entsprechenden Genehmigungsverfahren.
Die Imkergemeinschaft und Organisation ČAPIS könnten hier wertvolle Unterstützung leisten.
Abschließend sind bestimmte Bedingungen für die breite Einführung der Apitherapie, insbesondere der Aerosol-Inhalation, erforderlich und zu diskutieren:
• Gesunde, krankheitsfreie Bienenvölker;
• Klare Vorschriften zur Behandlung der Völker;
• Festlegung genauer Inhalationstermine und -bedingungen;
• Schutz der Patienten vor Stichen;
• Qualifikation und Registrierung verantwortlicher Anbieter.
Ich lade herzlich zu einer Diskussion dieser Vorschläge ein und hoffe, dass die Apitherapie zukünftig zum Wohl der breiten Öffentlichkeit angewendet werden darf.
Aus der Imkerzeitschrift – Ing. Vladimír Martínek, Český Brod



































































































































































































