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Obrázek Völkerverluste bei Bienen: Ursachen und Folgen

Vor einigen Tagen erhielt ich Besuch von meinem langjährigen Imkerfreund Ing. Čestmír Brožek. Er brachte mir die aktuelle März-Ausgabe des Fachmagazins „Včelařství“ (Imkerei) mit und zeigte aufgeregt auf einen Artikel mit dem Titel „Von Ursachen zu Frühlingsfolgen“, geschrieben von Jan Šmíd. Zu meiner großen Überraschung bemerkte ich im Text einen direkten Hinweis auf einen Brief, dessen Erhalt ich bereits am 9. April 2019 eigenhändig bestätigt hatte. Schon damals beschäftigte uns das zentrale Thema der Bienenverluste und die richtige Pflege der Völker.

Fünf Jahre später fühle ich mich nun unangenehm berührt, denn damals legte ich den handschriftlich verfassten Brief als „zu chaotisch und diffus“ zur Seite – mit dem guten Vorsatz, ihn zu überarbeiten. Dies geschah leider nie. Heute aber erkenne ich mit Erstaunen, wie aktuell der Inhalt nach wie vor ist. Ing. Brožek, heute bereits 82-jährig, beklagt, dass viele Imker leider immer und immer wieder dieselben Pflegefehler machen. Trotzdem schätzt er den wertvollen Beitrag von Jan Šmíd, der detailliert auf wichtige Ursachen und Konsequenzen eingegangen ist. Angesichts des nahenden Endes der Honigsammelsaison und der Notwendigkeit einer guten Bienengesundheit habe ich Herrn Šmíd gebeten, das Thema nochmals fundiert aufzugreifen.

Bienenvölkerverluste: Auswertung und Beobachtungen

Vor allem von Herbst bis Winter kommt es häufig zu dramatischen Verlusten ganzer Bienenvölker. Die Ursachen dafür haben sich im Laufe der Jahrhunderte verändert: War es im 19. Jahrhundert noch die Nosemose sowie Faulbrut und andere Krankheiten, kam Ende der 1970er Jahre die große Bedrohung durch Varroa destructor hinzu, gegen die anfangs keine wirksamen Mittel zur Verfügung standen. Erst ab 1985 konnte der aus Ungarn stammende Formidol-Bienenverdampfer Abhilfe schaffen.

Heutzutage kommt die weit verbreitete Amerikanische Faulbrut hinzu. Doch was genau war seinerzeit die Ursache für die dramatischen Verluste im Winter bis Frühling 2019? Aus meiner Sicht lassen sich zwei zentrale Problemfelder ableiten, die die Langlebigkeit und Vitalität der winterfesten Bienengeneration entscheidend beeinträchtigen:

  1. Einsatz wirksamer Varroa-Behandlungsmethoden: Häufig erfolgt die wichtige Herbstbehandlung durch Rauch oder Aerosole zu spät oder ohne ausreichende Kontinuität, wodurch Varroamilben die Winterbienen erneut massenhaft befallen können. Dies schwächt entscheidend die Langlebigkeit und Widerstandskraft der Überwinterungsgeneration.

  2. Verstärkte Pflege der Wintergeneration: Wird eine späte Varroabehandlung versäumt, fehlt es den Winterbienen oft an Kraft. Die vielen Imker, die nach nur zwei bis drei Behandlungen Erleichterung verspüren, sind dann spät überrascht über scheinbar unerklärliche, plötzliche Verluste ganzer Völker. Untersuchungen haben gezeigt, dass geschädigte Bienen Völker in großer Zahl einfach verlassen, quasi einem mysteriösen Sterbeinstinkt folgend. Daher ist eine intensive Sommerbehandlung wie beispielsweise mit Gabonstreifen vor Einsetzen der Wintergeneration essenziell.

Diese Kernpunkte sollten ständig wiederholt und tief verinnerlicht werden. Dabei ist insbesondere das fundierte Wissen und die Gründlichkeit von Fachleuten wie Jan Šmíd wertvoll für jeden ernsthaften Imker.

Reflexion über Imkereibedingungen und Umweltaspekte

Ing. Čestmír Brožek betont zudem, dass massive Veränderungen der Landschaft sowie eine intensive und chemische Landwirtschaft die natürlichen Bedingungen für Bienen dramatisch verschlechtern. Der Übergang von natürlichem hin zu intensiv bewirtschaftetem Agrarraum führt zur Zerstörung der Blumenvielfalt und damit der wichtigsten Nahrungsquellen für Bienen.

Appell zur Bewahrung natürlicher Lebensräume

Der Respekt gegenüber den natürlichen Systemen von Bienen sollte unbedingt Vorrang haben: Wiederholte Erinnerungen daran, dass Bienen ein sensibler "Superorganismus" im sensiblen Ökosystem sind, fordern Imker dazu auf, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen und die Umwelt zu schützen, statt kurzer Gewinne wegen ökologische Abstriche in Kauf zu nehmen.

Schlusswort an meine geschätzten Bienenfreunde:

Imkerkollegen, extreme Wetterlagen und Umwelteinflüsse fordern uns immer stärker heraus. Unsere Pflicht liegt darin, Rücksichtsvoll und kundig mit unseren Bienen umzugehen. Nehmen wir Ratschläge und Informationen erfahrener Imker, wie Jan Šmíd beherzigt, zum Wohle gesunder und starker Bienenvölker!

Übersetzung nach einem originalen Artikel von Jan Šmíd (Magazin „Včelařství“)

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