Wir bringen Ihnen Eindrücke direkt vom Schauplatz des Weltkongresses Apimondia 2025, der in diesem Jahr im dänischen Kopenhagen stattfand. Welche Trends prägen aktuell die Imkerei, welche Innovationen stellten führende Hersteller vor – und wie ist die Stimmung beim größten Treffen der internationalen Imker-Community?
Wir bringen Ihnen Eindrücke direkt vom Schauplatz des Weltkongresses Apimondia 2025, der in diesem Jahr im dänischen Kopenhagen stattfand. Welche Trends prägen aktuell die Imkerei, welche Innovationen stellten führende Hersteller vor – und wie ist die Stimmung beim größten Treffen der internationalen Imker-Community?
Kopenhagen als Gastgeber der Apimondia
Kopenhagen, eine Metropole mit freundlicher nordischer Atmosphäre und knapp 1,7 Millionen Einwohnern in der Agglomeration, wurde in diesem Jahr zum Zentrum der weltweiten Imkerei.
Treffpunkt für Fachleute und Austausch aus der Praxis
Nach Registrierung und Zugangskontrolle konnten die Besucher nicht nur die zentrale Ausstellungsfläche besuchen, sondern auch den Vortrags- und Wissenschaftsbereich. Gerade dort kommt es zu den wertvollsten Begegnungen: Universitätsforscher und Praktiker aus der Imkerei tauschen Erfahrungen aus und diskutieren aktuelle Erkenntnisse. Die Präsenz führender Fachleute unterstreicht den Stellenwert der Veranstaltung und zeigt, wie entscheidend die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis für die Weiterentwicklung der Bienenhaltung ist. Der direkte Austausch eröffnet neue Perspektiven – sowohl auf Innovationen als auch auf bewährte Verfahren.
Die Hauptausstellungshalle: kleinere Stände und ein neuer Präsentationsstil
Der erste visuelle Eindruck in der Haupthalle konnte manche Teilnehmer leicht enttäuschen – die überwiegende Mehrheit der Stände war im Miniformat von 3 × 3 Metern gehalten. Viele Aussteller entschieden sich damit eher für eine symbolische Präsenz mit Flyern und wenigen Musterprodukten. Der Trend zeigt deutlich: Große internationale Messen setzen zunehmend auf Networking und persönliche Gespräche, während die reine Produktpräsentation in den Hintergrund rückt.
Neuheiten und Trends bei den Ausstellern
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Kunststoffbeuten als Antwort auf feuchtes Klima:
In den nordischen Bereichen überraschten Beuten aus Kunststoff. Der Grund liegt auf der Hand: In einem feuchten und kühlen Klima nehmen klassische Holzbeuten rasch Wasser auf, was für die Bienenvölker nachteilig sein kann. Kunststoff ist dort ein dominierendes Material und verdeutlicht, wie unterschiedlich die Ansätze innerhalb Europas sind. Für uns kann das ein Impuls sein, über eine Modernisierung der Bienenhaltung nachzudenken – immer auch im Kontext der jeweiligen Klimabedingungen. -
Imkerbekleidung und Tierarzneimittel:
Im Bereich der Schutzkleidung dominierten Produkte aus Asien. Bei den Arzneimitteln fiel der französische Hersteller Veto-pharma mit Apivar (Amitraz-Streifen) auf, deren Anwendung und Dosierung auch bei uns diskutiert werden. Ein weiteres Produkt, Oxybee, zeigte eine Option zur Anwendung von Oxalsäure zur Behandlung von Bienenvölkern. Interesse weckte zudem ein einfacher Test zur Feststellung des Varroa-Befalls – ein hochaktuelles Thema für alle Imkerinnen und Imker. -
Bienenfütterung und Supplementierung:
Die Qualität und Vielfalt von Pollen in der Landschaft wird zunehmend zur Herausforderung – entsprechend wird über den sinnvollen Einsatz ergänzender Bienenfütterung diskutiert. Wissenschaftliche Studien, die auf dem Kongress vorgestellt wurden, bestätigen: Eine passende Ernährung beeinflusst die Gesundheit der Völker und ihre Widerstandskraft gegenüber Krankheiten deutlich. Thematisiert wurden unter anderem Effekte von Lysozym sowie Präparate zur Unterstützung der Vitalität. Aus praktischer Sicht zeigt sich, dass sich Fütterungs- und Ergänzungsstrategien positiv auf die Volksstärke auswirken können – auch wenn die Imkerschaft bei Zusatzprodukten weiterhin geteilter Meinung ist.
Geopolitik und Präsenz nationaler Unternehmen
Die Apimondia ist nicht nur eine Plattform für neue Kontakte, sondern auch eine Leistungsschau des Weltmarkts. Die stärkste physische und marketingseitige Präsenz zeigte China – an den Ständen fand sich ein breites Sortiment, von Gelée Royale bis hin zu Tierarzneimitteln für Bienen. Beim Kauf veterinärmedizinischer Präparate direkt aus Asien ist besondere Vorsicht geboten; sinnvoll ist es, sich an zugelassene und kontrollierte Produkte zu halten – wie auch negative Erfahrungen aus verschiedenen Teilen Europas bestätigen.
Einen markanten Eindruck hinterließ außerdem die Türkei mit mehreren großflächigen Expositionen.
Fazit und Impulse für Imker in Tschechien
Die Apimondia 2025 in Kopenhagen bot nicht nur Raum, um die neuesten Trends bei Imkereitechnik, Produkten und Fütterung kennenzulernen, sondern zeigte vor allem, wie dynamisch sich die weltweite Imkerei verändert. Neben technischen Neuerungen war der Erfahrungsaustausch unter Fachleuten besonders stark, ebenso der Fokus darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Praxis zu verbinden und auf klimatische sowie wirtschaftliche Herausforderungen zu reagieren.
Auch in der tschechischen Imkerei können wir von diesen Impulsen profitieren und weitere Wege für eine nachhaltige Entwicklung der Bienenhaltung suchen. Ob es um die Wahl der Beuten, den Ansatz bei der Fütterung oder die Auswahl sicherer und zugelassener Arzneimittel geht – moderne Imkerinnen und Imker müssen gut informiert bleiben und offen für neue Ideen sein.
Der Artikel ist inspiriert von Gedanken aus einem Video auf dem Kanal Včelařství Sedláček


























































































































































