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Obrázek Bienenkrankheiten vor Beginn der neuen Imkersaison

Mit dem kommenden Frühling ist es entscheidend, den allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker zu beurteilen und geeignete Maßnahmen angesichts der aktuellen Situation hierzulande und europaweit umzusetzen. Kleiner Beutenkäfer (Aethina tumida - Tumidose) Zu den weltweit wichtigsten Bedrohungen zählt die Tumidose, verursacht durch den kleinen Beutenkäfer (Aethina tumida).

Acarapidose und Europäische Faulbrut

Weitere bedeutende Gefahren stellen die Acarapidose (Tracheenmilbe) und die Europäische Faulbrut dar. Wenngleich die Tracheenmilbe (Acarapis woodi) seit mehreren Jahrzehnten in unseren Gebieten nicht mehr festgestellt wurde und regelmäßige Kontrollen bei Königinnenzüchtern durchgeführt werden, kommt sie andernorts vereinzelt vor. Die geringen Fallzahlen verdanken wir vermutlich regelmäßigen Varroa-Behandlungen. Die Europäische Faulbrut tritt nur vereinzelt und in geringem Umfang auf.

Pilzerkrankungen der Bienen

Pilzinfektionen werden statistisch kaum erfasst, und ihr Auftreten hängt stark von Umweltbedingungen ab. In jüngster Zeit scheint das Vorkommen von Kalkbrut reduziert, was möglicherweise auf die vermehrte Nutzung von Ameisensäure im Frühlings- und Sommerverlauf zurückzuführen ist. Die sogenannte Steinbrut– einzige potenziell auf Menschen übertragbare Pilzkrankheit – kommt glücklicherweise sehr selten vor.

Nosematose (Nosema)

Die Nosematose, verursacht durch die parasitische Microsporidien-Art Nosema apis, stellt eine ständige Belastung für die Bienengesundheit dar. Ihr Management gestaltet sich insbesondere aufgrund der EU-weiten Verbote antibiotischer Präparate (z.B. Fumagillin) kompliziert, um eine Kontaminierung des Honigs zu vermeiden. Prävention besteht hier vorrangig in optimaler Hygiene, regelmäßiger Desinfektion und Stärkung der Bienen durch gezielte Pflegemaßnahmen. Nosemasporen werden regelhaft untersucht; ihre Befallsraten bleiben relativ unverändert und verursachen mehr Verluste als alle weiteren Erkrankungen inklusive der Varroose. Zudem wurde in Frankreich jüngst der Erreger Nosema ceranae identifiziert, ein Parasit asiatischer Honigbienen, was zusätzliche Besorgnisse schürt.

Amerikanische Faulbrut der Honigbienen

Die Amerikanische Faulbrut (oder Bienenpest) bleibt ein bedeutendes Problem. EU-einheitliche Verfahren zur Erkennung und Bekämpfung fehlen teils noch. In Tschechien – ebenso wie in vielen anderen Ländern – erfolgt nachweisbedingt eine konsequente Ausrottung befallener Bestände; Antibiotika-Behandlungen sind verboten, um die Reinheit des Honigs nicht zu gefährden. Dank verbesserten Analysemethoden steigt die Zahl erkannter Fälle, was kontinuierliches Monitoring dringend notwendig macht.

Viruserkrankungen der Honigbienen

Die mit zunehmender Verbreitung häufiger auftretenden Viruserkrankungen – etwa das Flügeldeformations-Virus (DWV), das Sackbrutvirus (SBV), das Virus der akuten Paralyse (ABPV) oder das Königinnen-Schwarzvirus – stehen im engen Zusammenhang mit dem Befall durch die Varroa-Milbe (Varroa destructor). Diese Milben sind Hauptüberträger und begünstigen deutlich die Ausbreitung viraler Erreger, wodurch massive Schäden entstehen können.

Varroose als fundamentale gesundheitliche Herausforderung

Varroa stellt weiterhin die ernsthafteste Bedrohung und die größte Herausforderung für Honigbienenbestände dar. Da diese Milben die Übertragung weiterer Krankheitskeime erleichtern und bestehende Infektionen verschlimmern, müssen ihre Populationszahlen ganzjährig durch systematisches Management reduziert werden. Besonders wichtig sind gezielte Maßnahmen während Brutpausen, um die Resistenzentwicklung zu verringern und das biologische Gleichgewicht nachhaltig zu fördern.

Behandlungsplan bis Mitte März

Verantwortliche Ansprechpartner der Imkerorganisationen müssen auf erhöhte erforderliche Pflegemaßnahmen im Vorfrühling vorbereitet sein. Auf Basis der Ergebnisse der Untersuchung des Gemülls aus dem Winter sollten Behandlungen idealerweise bis Mitte März abgeschlossen sein.

Die Situation im Ausland

Varroabefall ist überall in Europa präsent, oft jedoch stärker ausgeprägt als in Tschechien, was erhöhten Völkerverlusten führt. Um eine Einschleppung ausländischer Milben (die andere Viruslinien und Resistenzen tragen können) zu verhindern, ist höchste Wachsamkeit geboten. Ein verursachter Resistenzverlust reduziert die Wirksamkeit etablierter Behandlungsmittel erheblich, mit gravierenden Folgen für die Bienengesundheit.

Verfasst für Zeitschrift „Včelařství“ von Ing. Vladimír Veselý, CSc.

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