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Obrázek Erfahrungen mit Formidol 81 g gegen Varroose

Formidol 81 g ist ein wirksames Tierarzneimittel auf Basis von 85 % Ameisensäure. Es gilt bei sachgerechter Anwendung als bienenverträglich und ist zur Bekämpfung der Varroa-Milbe Varroa destructor (Varroamilbe) bestimmt. Die Wirkung beruht vor allem darauf, dass Ameisensäure als Gas selbst in verdeckelte Brutzellen eindringen kann und dort auch Entwicklungsstadien der Milbe erreicht. Wann empfiehlt sich die Behandlung mit Formidol? Nach den Erfahrungen vieler Imker hat sich Formidol besonders für Behandlungen im Sommer und Spätsommer bewährt.

Wann empfehlen wir die Behandlung mit Formidol?

Allgemein wird die Anwendung in einer Phase mit verdeckelter Brut empfohlen – meist im späten Frühjahr, im Sommer oder zu Beginn des Herbstes. Häufig wird eine Behandlung 3- bis 4-mal pro Jahr empfohlen, mit besonderem Fokus auf den Schutz der Winterbienen-Generation.

Persönliche Erfahrungen von Imkern mit Formidol

Konzentration der Ameisensäure – welche wählen?

In Imkerforen wird häufig diskutiert, ob 65 % oder 85 % Ameisensäure die bessere Wahl ist. In der Praxis zeigt sich, dass die 85%ige Ameisensäure – also das Standard-Formidol 81 g – deutlich wirksamer ist und auch Milben unter den Zelldeckeln der Brut erfasst. Einige Imker berichten zwar auch von guten Ergebnissen mit 65 %, diese Konzentration ist jedoch gegen Milben in verdeckelter Brut nicht immer ausreichend effektiv.

Anwendung von Formidol und ungeeignete Vorgehensweisen

Viele Anwender nennen als häufige Fehlerquelle die Anwendung einer hohen Ameisensäure-Konzentration unter ungeeigneten Bedingungen (z. B. bei Außentemperaturen über 30 °C und ohne passende Steuerung der Verdunstung). Praxiserfahrungen zeigen, dass es in solchen Fällen zu Schäden am Bienenvolk kommen kann – im Extremfall bis hin zum Verlust der Königin oder junger Bienen. Daher empfiehlt es sich, die Witterung sehr genau zu beobachten und die Herstellerhinweise konsequent einzuhalten.

Kommt es zu Problemen im Volk, liegt die Ursache meist nicht am Formidol selbst, sondern an der Art der Anwendung. Häufig spielt auch ein bereits stark erhöhter Milbenbefall vor der Behandlung oder eine Vorschädigung durch Viren bzw. andere Krankheiten eine Rolle. Ameisensäure kann dann den Zusammenbruch eines bereits stark geschwächten Volkes beschleunigen – was manche erfahrene Imker als eine Form der natürlichen Selektion betrachten („Winterverluste werden dann faktisch schon im Herbst sichtbar“).

https://www.jahan.cz/images/1/varoaza-clanky-formidol-81-21.jpg

Einfluss von Formidol auf Milben in verdeckelter Brut

Formidol wird auch deshalb geschätzt, weil es – im Gegensatz zu manchen anderen Mitteln – unter die Zelldeckel der Brutzellen wirkt. Viele Anwender bestätigen, dass es nach der Anwendung von 85%iger Ameisensäure zu einem deutlichen Milbenfall kommt, einschließlich Milben, die zuvor in verdeckelter Brut verborgen waren. Einige Imker beobachten zudem, dass die Bienen kurzzeitig einzelne nicht vollständig entwickelte Larven ausräumen – als Reaktion auf die wirksame Konzentration der Ameisensäure.

Anleitung zur Anwendung von Formidol 81 g

  1. Zuerst wird eine Kontrollwindel (Diagnoseschieber) in den Boden eingelegt, um den Milbenfall nach der Behandlung beurteilen zu können.

  2. Im oberen Brutraum wird eine Randwabe entnommen, die übrigen Waben werden so verschoben, dass im hinteren Bereich des Kastens Platz für die Anwendung entsteht.

  3. Den Formidol-Streifen aus der Verpackung entnehmen und so an einer Leiste aufhängen, dass die Ameisensäure gut direkt in den Brutraum verdunsten kann. Für einen Brutraum wird eine Formidol-Platte verwendet. Bei 2–3 Bruträumen werden in der Praxis zwei Platten eingesetzt.

  4. Nach 12 Tagen empfiehlt sich eine Kontrolle des Milbenfalls. Werden mehr als 100 Milben gefunden, wird die Behandlung mit einem Wochenabstand wiederholt.

Empfehlungen von Imkern zur Behandlung mit Formidol

  • Die besten Ergebnisse werden häufig im Sommer bei Temperaturen um 20–25 °C erzielt.

  • Bei Temperaturen über 30 °C ist bei der Verdunstung besonders vorsichtig vorzugehen – es drohen Schäden am Bienenvolk.

  • Vor der Anwendung den Gesundheitszustand des Volkes beurteilen.

  • Formidol wird von vielen Imkern als wirksamer als Gabon eingeschätzt, das aufgrund möglicher Resistenzentwicklung der Milben weniger effektiv sein kann.

  • Im späten Herbst und im Winter ist die Anwendung von Formidol meist nicht sinnvoll: Die Wirksamkeit ist gering und zudem können langlebige Winterbienen beeinträchtigt werden.

https://www.jahan.cz/images/1/varoaza-clanky-formidol-81-20.jpg

Fazit und Zusammenfassung der Erkenntnisse

Aus den Erfahrungen der Imkergemeinschaft ergibt sich, dass Formidol 81 g bei korrekter Anwendung ein sehr wirksames Werkzeug im Kampf gegen die Varroamilbe ist. Vermeiden Sie typische Fehler wie Überdosierung, falsches Timing oder das Vernachlässigen regelmäßiger Kontrollen. Halten Sie sich an die Herstellerangaben und an bewährte imkerliche Praxis, damit Ihre Völker gut auf die nächste Saison vorbereitet sind.

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