Wie lässt sich Zuckerlösung mit einer Pumpe einfach anrühren?
Seit über zehn Jahren nutze ich anstelle des manuellen Anrührens der Zuckerlösung ein automatisiertes System mit einer Schmutzwasserpumpe. Es reicht, ein Ventil umzuschalten – und mit demselben System lässt sich die Lösung anschließend direkt in die Futterbehälter verteilen. Ein großer Vorteil meiner Konstruktion ist, dass man entweder kontinuierlich mischen oder auf einen schnelleren Modus umstellen kann, um besonders effizient abzufüllen. Im folgenden Text teile ich meine Erfahrungen bei der Auswahl der einzelnen Komponenten und beschreibe, wie man ein ähnliches Gerät auch mit begrenztem Budget bauen kann.
Erste Schritte zur effizienten Herstellung der Lösung
Die Idee, die Herstellung von Zuckerlösung zu vereinfachen, entstand in dem Moment, als mir das manuelle Rühren gesundheitliche Probleme bereitete. Das war körperlich anstrengend, und die Fütterung von mehreren Dutzend Völkern an einem einzigen Tag war damit nahezu unmöglich. Nach der Umstellung auf mechanisches Mischen änderte sich die Situation: Die komplette Zuckerlösung für 30 bis 40 Völker bereite ich in wenigen Stunden zu. Dieses System ist ideal für kleine bis mittlere Stände, ungefähr bis 50–65 Völker. Wer mehr als 25–30 Völker betreut, für den lohnt es sich, zwei Mischer zu haben – einen zum Anrühren und einen zweiten zum Ausbringen bzw. Verfüttern.
Auswahl des Behälters
Die Basis ist ein geeigneter Behälter. Bewährt hat sich bei mir ein Kunststofffass mit 120 Litern, das ich maximal zu zwei Dritteln fülle – damit es sich auf einer zweirädrigen Sackkarre leichter transportieren lässt. Das Gesamtgewicht eines vollen Fasses sollte 100 kg nicht überschreiten; das ist eine Grenze, die sich im ebenen Gelände noch gut handhaben lässt. Liegt der Bienenstand am Hang, empfehle ich einen Kleintraktor mit Anhänger. Manche Modelle haben auch eine 12V-Steckdose, die sich zur Stromversorgung der Pumpe nutzen lässt – dazu komme ich später noch.
Auswahl der Pumpe
Als ich mit dem Bau begann, wurde unter Imkern kaum über solche Lösungen gesprochen. Nach den ersten Versuchen zeigte sich, dass günstige Schmutzwasserpumpen ihre Grenzen haben: Für kleinere Wassermengen reichen sie zwar aus, für größere Mengen Zuckerlösung sollte man jedoch eine leistungsstärkere Variante wählen. Bei mir hat sich die Pumpe PUMPA PSDR550P mit 550 W Leistung und 183 l/min Fördermenge bewährt. Sie besitzt einen Schwimmer, der jedoch in einer festen Position fixiert werden muss, damit die Pumpe dauerhaft läuft.
Wenn am Stand nur eine 12V-Quelle verfügbar ist (z. B. eine Batterie vom Traktor), genügt eine Niedervolt-Pumpe. Ich betreibe mein Gerät mit 230 V – dadurch kann ich direkt am Bienenstand die Futterbehälter zügig nachfüllen.
Wie man die Lösung richtig anrührt
Die wichtigste Regel: Zuerst Wasser in den Behälter geben und erst danach den Zucker nach und nach einstreuen. Wenn man alles auf einmal hineinkippt, setzt sich die Pumpe leicht zu. Ein bewährtes Mischungsverhältnis ist 40 l Wasser und 60 kg Zucker – den Zucker portionsweise zugeben (z. B. zuerst 30–40 kg, danach in 10-kg-Schritten). Dieses Verhältnis ergibt ungefähr 77 l Zuckerlösung, ideal für die Sommer- oder Herbstfütterung der Bienen.
Rohrleitung und Verteilung
Die Verrohrung lässt sich aus handelsüblichen Kunststoffrohren für Trinkwasserinstallationen (Durchmesser 32 mm) aufbauen. Mit etwas Erfahrung und geeignetem Werkzeug kann man das selbst montieren, sonst ist ein Installateur eine gute Hilfe. Am Abgang Richtung Futtergeschirre verwende ich ein 1/2-Zoll-Rohr mit Schnellkupplung – so lassen sich Schläuche einfach abnehmen und reinigen. Metallrohre sind stabiler, aber auch teurer; die Kunststoffvariante reicht völlig aus.
Das gesamte System spart deutlich Zeit und Kraft und ermöglicht es, Zuckerlösung innerhalb weniger Stunden effizient herzustellen und zu verteilen. Für jeden Imker mit mehreren Dutzend Völkern ist das ein sehr guter Weg, die Fütterung zu rationalisieren und die Arbeit spürbar zu erleichtern.
Das Anrühren beim ersten Versuch
Bei der Entwicklung der ersten Version des Zuckerlösungsmischers war ich unsicher, ob alles wie geplant funktionieren würde. Deshalb habe ich die Konstruktion um ein paar zusätzliche Elemente ergänzt. Eines davon war eine Art „Nase“, die verhindern sollte, dass der Mischer an die Oberfläche aufschwimmt. Am Ende stellte sich heraus, dass sie gar nicht nötig ist – heute dient sie als Anschlag für die Pumpe, damit diese während des Mischens und auch beim Transport stabil an einer Stelle bleibt.
Die Rohrleitung habe ich nach der Skizze in wenigen Minuten aus Kunststoffrohren zusammengeschweißt, sodass ich noch am selben Tag mit dem ersten Mischtest beginnen konnte.
Pumpenrotation und T-Stück
Beim Betrieb der Pumpe entsteht ein Wasserstrom, der gegen die Behälterwand drückt und eine Rotation auslösen kann. Wird am Pumpenausgang eine einfache Rohrleitung in Form eines T-Stücks angeschlossen, verteilt sich der Strom in beide Richtungen, und das Mischen erfolgt gleichmäßiger. Auf diese Weise lässt sich das unerwünschte „Mitdrehen“ des Mischers reduzieren.
Für den üblichen Einsatz – also das Mischen von bis zu 100 Litern Lösung – reicht dieses einfache T-Stück völlig aus. Bei größeren Mengen kann man auch mehrstufige Endstücke oder Verteiler mit mehreren Düsen verwenden.
Schnelle Demontage und Reinigung der Pumpe
Für die einfache Reinigung habe ich eine Bajonett-Schnellkupplung vom Typ MS Bajonet GEKA verwendet. Es genügt, die Pumpe um 90° zu drehen, und die gesamte Einheit lässt sich abnehmen. Dadurch kann man die Pumpe sehr gründlich reinigen.
Nach Saisonende sollte die Pumpe sorgfältig durchgespült werden. Dazu warmes Wasser in den Behälter füllen, die Pumpe starten und kurz laufen lassen, damit sich die Innenbereiche von Zuckerresten befreien. Anschließend alles abkoppeln, auswaschen und trocknen lassen. Da der Mischer im Fass lose liegt, kann man ihn leicht herausnehmen, zerlegen und auch außen reinigen.
Transport des Behälters mit Lösung
Beim Transport der Zuckerlösung auf einer Karre hat es sich bewährt, den Wagen hinter sich herzuziehen und nicht vor sich herzuschieben. Beim Schieben kann es beim Überfahren einer Unebenheit durch den verlagerten Schwerpunkt zum Umkippen kommen. Beim Ziehen lassen sich Schwankungen deutlich besser kontrollieren – auch bei einem Behältergewicht von über 150 kg.
Gleichzeitig mischen und Futtergeschirre befüllen
Zuerst wird das Füllventil geschlossen, damit die Pumpe die Lösung nur umrührt. Nach gründlichem Durchmischen öffnet man das Ventil, und mit einem zehn Meter langen Schlauch lassen sich die Futterbehälter der Beuten befüllen. Damit die Pumpe gleichmäßig läuft und nicht leidet, wenn das Schlauchende geschlossen wird, empfehle ich einen Absperrhahn oder eine Zapfpistole.
Während der Tests zeigte sich, dass Druck und Durchfluss auch von der Höhe des Futtergeschirrs abhängen. Daher habe ich ein zweites Ventil ergänzt, das den Strom umleiten und den Durchfluss auf etwa das Doppelte erhöhen kann. Dadurch geht das Befüllen großer Futterbehälter spürbar schneller.
Wassertemperatur und Pumpenleistung
Beim Anrühren der Zuckerlösung spielt die Wassertemperatur eine wichtige Rolle. Die meisten Pumpen sind mit einem Thermoschutz ausgestattet; deshalb ist es sinnvoll, Wasser mit einer Temperatur bis 40 °C zu verwenden. Höhere Temperaturen können dazu führen, dass die Pumpe automatisch abschaltet.
In der Praxis hat sich bei mir bewährt: Bei etwa 40 °C (also einer Temperatur, in der man die Hand problemlos halten kann) wird die Pumpe nicht überlastet, und eine Mischung aus 60 kg Zucker und 40 l Wasser ist in knapp einer Stunde vollständig gelöst. Die so hergestellte Lösung kühlt während des Transports auf etwa 35 °C ab, und die Bienen nehmen sie sehr bereitwillig an – einen 11-Liter-Futterbehälter verbrauchen sie meist innerhalb eines Tages.
Mischdauer
Die benötigte Zeit hängt von der Menge der Zutaten ab. Beim Mischen von 60 kg Zucker und 40 Litern Wasser beträgt sie ungefähr eine Stunde. Die fertige Lösung ist danach vollkommen klar, sodass man bis auf den Boden des Behälters sehen kann.
Minimalistischer Prototyp
Ich habe den Mischer als einfachen und preisgünstigen Prototyp konzipiert. Vor zehn Jahren lag die komplette Herstellung inklusive Pumpe und der Arbeit des Installateurs bei etwa 2000 Kč. Heute wären die Kosten natürlich höher – aber wenn man einige Teile bereits zuhause hat, kann man einen erheblichen Anteil sparen.
Tabelle: Wasser-Zucker-Verhältnisse zur Herstellung der Lösung
|
Zucker [kg] |
Verhältnis 1:1 |
Verhältnis 3:2 |
||
|---|---|---|---|---|
|
Wasser [l] |
Lösungsvolumen [l] |
Wasser [l] |
Lösungsvolumen [l] |
|
|
0,5 |
0,5 |
0,81 |
0,34 |
0,65 |
|
1 |
1 |
1,61 |
0,66 |
1,29 |
|
2 |
2 |
3,24 |
1,34 |
2,58 |
|
3 |
3 |
4,86 |
2,00 |
3,87 |
|
4 |
4 |
6,48 |
2,67 |
5,16 |
|
5 |
5 |
8,10 |
3,34 |
6,45 |
|
6 |
6 |
9,72 |
4,00 |
7,74 |
|
7 |
7 |
11,3 |
4,67 |
9,03 |
|
8 |
8 |
13,0 |
5,34 |
10,3 |
|
9 |
9 |
14,6 |
6,00 |
11,6 |
|
10 |
10 |
16,2 |
6,67 |
12,9 |
|
20 |
20 |
32,4 |
13,3 |
25,8 |
|
30 |
30 |
48,6 |
20,0 |
38,7 |
|
40 |
40 |
64,8 |
26,7 |
51,6 |
|
50 |
50 |
81,0 |
33,3 |
64,5 |
|
60 |
60 |
97,2 |
40,0 |
77,4 |
Berechnung des Verhältnisses: 3:2 = 1,5:1 = 3/4 kg Zucker + 1/2 l Wasser = 1 Liter Lösung.
1:1 = 1 kg Zucker + 1 l Wasser = 1,61 l Lösung.
aus der Zeitschrift Včelařství, Jindřich Meduna



































































































































































































