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Formidol 81 g Streifen für die Beute – Schutz vor Varroose – Anleitung

Was ist Formidol und wofür wird es verwendet?

Formidol 81 g ist ein veterinärmedizinisches Arzneimittel, das in der Imkerei zur wirksamen Behandlung der Varroose der Honigbiene eingesetzt wird, verursacht durch die Milbe Varroa destructor. Das Präparat enthält Ameisensäure (Acidum formicum) – einen natürlichen Wirkstoff, der Milben direkt im Stockraum effektiv bekämpft. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Schutz der Brut, aus der die Winterbienen heranwachsen.

Zusammensetzung des Präparats Formidol

  • Wirkstoff: Ameisensäure (Acidum formicum) – 81 g pro Streifen
  • Träger: Gebleichter, veredelter Zellstoff in einer schützenden LDPE-Folie mit vier Verdunstungsöffnungen und einer praktischen Aufhängeöse.

Wann sollte Formidol angewendet werden?

Formidol-Streifen werden vor allem außerhalb der Honigernte eingesetzt und sind nicht geeignet, wenn sich im Stock Honig befindet, der für den menschlichen Verzehr bestimmt ist. Die Anwendung wird in einer trachtfreien Zeit empfohlen.

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Anwendung – korrektes Einhängen in die Beute

Schritt für Schritt

  1. Im oberen Brutraum (Zarge mit aktiver Brut) eine Lücke schaffen, indem eine Wabe entnommen wird.
  2. Den Streifen mithilfe der Aufhängeöse in den entstandenen Zwischenraum hängen und an einer Holzleiste fixieren.
  3. Die Beute anschließend schließen und ein Flugloch mit einer Mindestgröße von 15 × 400 mm belassen.
  4. Einwirkzeit: Den Streifen 12 Tage im Volk belassen, danach entfernen.

Dosierung

  • Stockraum bis 60 Liter Volumen: 1 Streifen
  • Stockraum über 60 Liter Volumen: 2 Streifen

Sicherheitsmaßnahmen und Empfehlungen

  • Bei höheren Temperaturen oder bei einer Beute mit kleinem Flugloch kann es zu stärkerer Unruhe im Volk und zum „Bienenbart“/Traubenbildung am Flugloch kommen – in diesem Fall muss die Beute sofort besser belüftet bzw. das Flugloch vergrößert werden.
  • Bei der Handhabung Schutzhandschuhe aus Gummi und eine Schutzbrille tragen, da Ameisensäure ätzend wirkt. Bei Hautkontakt die betroffene Stelle sofort mit Wasser und Seife abwaschen. Augen und Schleimhäute vor versehentlichem Kontakt schützen.
  • Nicht in Kombination mit anderen Akariziden oder Varroa-Arzneimitteln anwenden.

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Mögliche Nebenwirkungen

  • Während der Anwendung kann es zu einer vorübergehenden Unruhe der Arbeiterinnen kommen, sichtbar durch kurzfristiges Ansammeln an der Vorderseite der Beute.
  • Eine Überdosierung kann zum Absterben von Drohnen und eines Teils frisch geschlüpfter Arbeiterinnen führen. Bei korrekter Anwendung und empfohlener Dosierung verursacht dies in einem gesunden Volk jedoch in der Regel keine gravierenden Schäden.

Aufbewahrung und Lagerung

  • Das Tierarzneimittel stets außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Bei Temperaturen bis 25 °C lagern.
  • Nach dem Öffnen der Packung sofort verbrauchen.

Umweltgerechte Entsorgung des Präparats und der verwendeten Materialien

Reste des Präparats und gebrauchte Trägermaterialien nicht in den Hausmüll geben und nicht in die Kanalisation entsorgen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt nach der geeigneten, umweltgerechten Entsorgung und leisten Sie so einen Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Wartezeit für Honig

Für Formidol ist keine Wartezeit für Honig festgelegt, da die Anwendung außerhalb der Trachtzeit vorgesehen ist.

Weitere wichtige Hinweise

  • Formidol-Streifen sind ausschließlich zur Behandlung der Honigbiene (Apis mellifera) bestimmt.
  • Das Präparat ist für Halter und Imker frei erhältlich, ohne Rezept.
  • Ameisensäure wirkt korrosiv; daher empfehlen wir, metallische Gegenstände vor der Anwendung vorübergehend aus der Beute zu entfernen.