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Erfahrungen mit dem natürlichen Heilmittel THYMOVAR® im Kampf gegen die Varroose

Die Varroose, verursacht durch die Milbe Varroa destructor, stellt eine der größten Gefahren für Bienenvölker dar. Wie viele Imker kämpfte auch ich früher mit Verlusten, die durch den Befall dieser Milbe verursacht wurden. Eine geeignete und effektive Lösung zu finden war schwierig, doch letztlich half mir ein natürliches Mittel – THYMOVAR®.

Warum ich es zu benutzen begann

Das Jahr 2008 war für meine Imkerei ein Wendepunkt. Nach einem sehr milden Winter erlebte ich beim Frühjahrsbeginn einen Schock: Von 24 Völkern waren 22 verendet. Diesen alarmierenden Verlust wertete ich als Folge einer unzureichenden Wirksamkeit der zuvor verwendeten Mittel. Es war klar, dass ich meinen Ansatz zur Bekämpfung der Varroose grundlegend ändern musste.

Nach Rücksprache mit ausländischen Imkern – insbesondere aus Deutschland, die regelmäßig organische Mittel wie Ameisensäure, Oxalsäure und THYMOVAR® verwendeten – entschloss ich mich, denselben Weg einzuschlagen. Wie sich bald zeigte, war das eine ausgezeichnete Entscheidung.

Ergebnisse der Anwendung

Seit der ersten Anwendung im Jahr 2009 konnte ich den Befall mit Varroamilben deutlich reduzieren. Schon die erste Behandlung in Kombination mit üblichen Zusatzmaßnahmen führte zu einem drastischen Rückgang der Winterverluste. Seither sind meine Verluste minimal – meist nur ein oder zwei schwache Völker. Untersuchungen der Winterbienen zeigen nahezu keinen Milbenbefall mehr.

Praktische Anwendungserfahrungen

Ich setze THYMOVAR® regelmäßig nach der Haupttracht und nach einer Teilfütterung ein, in der Regel Anfang September. Wichtig ist, vor der Anwendung sicherzustellen, dass die Temperaturen 30 °C nicht überschreiten, damit die Verdampfung ordnungsgemäß erfolgt.

Anwendung bei einstöckigen Beuten:

  • Bei Beuten mit 10 Rähmchen verwende ich einen THYMOVAR®-Streifen, geteilt in zwei Hälften. Bei sehr starken Völkern gebe ich eventuell eine zusätzliche halbe Platte hinzu.

  • Die Streifen lege ich auf die Oberträger der Brutraumrähmchen – also direkt in den Bereich, in dem die Bienen am aktivsten sind.

  • Die anschließende Kontrolle des Milbenfalls bestätigt stets die Wirksamkeit.

Während vieler Jahre der Anwendung habe ich nie beobachtet, dass die Behandlung Stress, Aggressionen oder Räuberei durch Duftstoffe ausgelöst hätte. Die Anwendung verlief stets problemlos – schonend für die Bienen, aber wirksam gegen die Milben.

Vorteil von Fördermitteln für THYMOVAR®

Ein weiterer Vorteil: THYMOVAR® ist in der Tschechischen Republik registriert und kann mit finanzieller Unterstützung aus EU-Mitteln erworben werden. Dadurch kann der Imker das Produkt zu einem subventionierten Preis kaufen, ohne aufwändige Verwaltungsformalitäten durchlaufen zu müssen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist THYMOVAR® gefährlich für Bienen?

THYMOVAR® wurde in der Schweiz nach strengen Normen zum Bienenschutz und zur Honigqualität entwickelt. Das Produkt ist wirksam, aber sicher. Es enthält den Wirkstoff Thymol – ein natürlicher Stoff, der z. B. im Thymian vorkommt – in einer Konzentration, die für Bienen unbedenklich, für Milben jedoch tödlich ist.

Enthält THYMOVAR® chemische Zusätze?

Das Präparat enthält reines Thymol, eine organische Substanz natürlichen Ursprungs, z. B. aus Thymian gewonnen. THYMOVAR® enthält keine schädlichen synthetischen Chemikalien.

Kann ich THYMOVAR® auch im Frühjahr anwenden?

Ja, das Produkt kann auch im Frühjahr eingesetzt werden. Wichtig ist jedoch, die empfohlene Temperatur einzuhalten und es nicht anzuwenden, wenn Honig für den menschlichen Verzehr im Volk ist. Bitte befolgen Sie stets die beigelegte Gebrauchsanweisung.

In all den Jahren der Imkerei habe ich verschiedene Mittel gegen die Varroose ausprobiert, doch THYMOVAR® bleibt für mich die beste Lösung. Daher kann ich allen Imkern nur empfehlen: „Scheuen Sie sich nicht – probieren Sie es aus und schützen Sie Ihre Bienenvölker so wie wir!“

Haben Sie weitere Fragen, auf die Sie hier keine Antwort gefunden haben? Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder telefonisch – wir sind für Sie da.

Optimale Anwendungsbedingungen – Vorgehensweise

Der Hersteller gibt in der Packungsbeilage eine empfohlene maximale Tagestemperatur von etwa 30 °C während der Anwendung an. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Grenze zwar beachtet werden sollte, jedoch auch kurzfristige Temperaturspitzen über 35 °C keine negativen Auswirkungen auf die Bienengesundheit hatten. Dennoch empfiehlt es sich, die Behandlung bei stabilen Wetterbedingungen ohne extreme Schwankungen zu planen.

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Praxiserfahrungen von Imkern – Umgang mit hohen Temperaturen

Erfahrungen tschechischer Imker zeigen, dass eine gelegentliche leichte Überschreitung der empfohlenen Werte in der Regel unproblematisch ist. Vorsicht ist jedoch bei langanhaltenden Temperaturen über 30 °C geboten. Einige Imker wenden THYMOVAR® bevorzugt am Abend an oder wählen kühlere Tage.

Aus praktischer Sicht empfiehlt es sich, alle Völker gleichzeitig zu behandeln, um Räuberei vorzubeugen, die durch den intensiven Duft des Präparats ausgelöst werden könnte. Grundsätzlich gilt: jede Behandlung sollte an die aktuellen klimatischen Bedingungen und die Beobachtung der eigenen Völker angepasst werden.

Praktische Empfehlungen von Imkern im Umgang mit THYMOVAR®

  • Kombinieren Sie nicht mehrere Behandlungen gleichzeitig. Nach einer Behandlung mit Ameisensäure sollte THYMOVAR® erst anschließend eingesetzt werden – je nach Milbenfall und Zustand des Volkes.

  • Häufiges Öffnen der Beuten und Kontrollen in kurzen Abständen stressen die Bienen. Reduzieren Sie daher Eingriffe während der Behandlung und lassen Sie die Völker in Ruhe genesen.

  • Überprüfen Sie den Behandlungserfolg mit der üblichen Methode – Beobachtung des Milbenfalls auf der Bodeneinlage, ohne das Volk zu stören.

  • Halten Sie sich an die Anwendungshinweise, besonders wenn Sie noch keine jahrelange Erfahrung haben. Mit Experimenten sollten Sie erst beginnen, wenn Sie das Verhalten Ihrer Völker gegenüber verschiedenen Behandlungsmethoden gut kennen.

Bleibt Thymol in Waben und Honig zurück?

Praxisberichte zeigen, dass Thymol bis zum folgenden Frühjahr weitgehend verflüchtigt ist, sodass keine Rückstände im Honig oder in den Waben zu erwarten sind. Einige Imker berichten jedoch, dass sie kurz nach der Behandlung noch den typischen Duft wahrnehmen – ein Zeichen dafür, dass der Wirkstoff im Volk aktiv vorhanden ist. Im darauffolgenden Frühjahr ist das Wabenwerk üblicherweise frei von Thymolgeruch.

Um jede mögliche Kontamination von Honig oder Wachs zu vermeiden, empfehlen erfahrene Imker getrennte Honigräume und Bruträume zu verwenden, damit behandelte Rähmchen ausschließlich im Brutraum verbleiben.

Empfehlungen für Anfänger

Abschließend ein wichtiger Rat erfahrener Imker: „Weniger Eingriffe bedeuten oft mehr Erfolg.“ Eine ruhige Herangehensweise und das gründliche Kennenlernen der eigenen Völker sind der Schlüssel zu erfolgreicher Imkerei. Jede Behandlung sollte gut überlegt und unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden – möglichst ohne unnötige Experimente. Mit der Zeit erkennt jeder Imker selbst, welche Vorgehensweise am besten zu seinen Völkern und Bedingungen passt.

Imkerei ist immer ein Zusammenspiel von Theorie und Praxis. Daher ist es sinnvoll, Fachwissen mit eigenen Erfahrungen zu ergänzen.

Quellenangaben und praktische Empfehlungen: Diskussionsbeiträge aus einem Imkerforum (anonymisiert).

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Texte und Meinungen beruhen auf Erfahrungen realer Imker aus Fachforen und der praktischen Arbeit im Feld. Sie ersetzen keinesfalls die offiziellen Anwendungshinweise des Produkts Thymovar oder verbindliche veterinärmedizinische Richtlinien.